Schnepfenthal
und Rödichen sind als Rodungssiedlungen im
12. und 13. Jahrhundert entstanden und 1186 als "Snephindal"
und 1295 als "Rode" zum ersten Mal urkundlich
erwähnt worden. Die Ortsnamen "Schnepfenthal"
und "Rödichen" erscheinen in der heute noch
gebräuchlichen Schreibweise erstmalig in den Rechnungen
des Klosters Reinhardsbrunn aus den Jahren 1525/1526. |
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Das
fränkische Straßendorf Rödichen erfuhr in
der Mitte des
19. Jahrhunderts seine tiefgreifendste Veränderung
vom Untertanendorf zu einem modernen Wohnort. Zu Beginn
des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts erfolgte durch
den Bau der Eisenbahnlinie nach Friedrichroda der Anschluss
an die "große, weite Welt". |
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Im einstigen Waldgebiet, welches dem heutigen
Thüringer Wald vorgelagert war, bestand Rödichen als kleine Rodungssiedlung mit
eigener Flur. Der Name Rödichen, der ursprünglich
"Rode lautete, ist ein Beweis dafür, dass
der Ort erst nach einer Rodung entstanden ist. Auch das
am Eingang des Reinhardsbrunner Tals liegende Schnepfenthal
ist als Rodungssiedlung entstanden. Seine Entstehung kann
der Rodungszeit von 800 bis 1000 zugeordnet werden. |
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Der
Ort übt durch seine schöne Lage und durch die
reizvolle Umgebung am Rande des Landschaftsschutzgebietes
Thüringer Wald eine gewisse Anziehungskraft aus. Seit
1900 galt Schnepfenthal als Luftkurort und konnte 1924 fast
250 Kurgäste nachweisen. Nach dem 2. Weltkrieg führte
Schnepfenthal die Bezeichnung "Staatlich anerkannter
Erholungsort" und beherbergte jährlich 2500 Feriengäste.
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| Der
aus Landgut, Mühle und Waldungen bestehende, ursprüngliche
Besitz "Snephindal" gehörte der Reichsabtei
Hersfeld. Durch Gütertausch gelangte Snephindal 1186
an das Benediktinerkloster Reinhardsbrunn. |
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Noch
heute lädt der beschauliche Ortsteil von Waltershausen
zur Einkehr ein. Zu bewundern sind Sehenswürdigkeiten
und historische Stätten, Berge (350-400 m), ausgedehnte
Wälder und Felder sowie angehauchtes, städtisches
Flair. Unter anderem sind zu sehen: der erste deutsche Turnplatz
durch Guts Muths, historischer Friedhof in der Hardt, altes
Gutshaus und das Gymnasium Salzmannschule. |
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Bis
zur Säkularisation im 16. Jahrhundert waren Schnepfenthal
und Rödichen Klosterdörfer und gingen danach in
den Besitz der Kurfürsten und Herzöge von Sachsen
über.
Seit 1643 kann Rödichen und Schnepfenthal von einer
Gemeinde mit 30 "Feuerstätten" gesprochen
werden. |
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Drei
moderne Gaststätten bieten dafür Unterkunft und
Verpflegung.
Das gesellige Leben in Schnepfenthal dominieren vier ansässige
Vereine. Feste, an deren Gestaltung auch das örtliche
Blaskorchester beteiligt ist, knüpfen an langjährige
Traditionen (u.a. Maibaumsetzen, Sportfeste, Sommer- und Adventsfest). |
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| Nach
1920 erfolgte die Vereinigung beider Namen zu der amtlichen
Bezeichnung "Schnepfenthal- Rödichen", die
bis zur Eingemeindung in die Stadt Waltershausen im Jahre
1950 beibehalten wurde. Seitdem führt der Ortsteil
die Bezeichnung "Schnepfenthal". |
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Mit dem Erwerb des kanzleisässigen Gutes Schnepfenthal
und der Einrichtung einer Erziehungsanstalt durch
Christian Gotthilf Salzmann erhielt der Name Schnepfenthal
historische Bedeutung und wurde weithin bekannt.
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